„Neue Shakespeare-Studie: Großer Dramatiker, skrupelloser Geschäftsmann“

„Kann ein großer Poet auch ein gewiefter Geschäftsmann sein? Eine neue Studie über William Shakespeare enthüllt unromantische Details über die Wirtschaftsgebaren des Dramatikers, der in seiner Heimatstadt Stratford Getreide hortete und Steuern hinterzog.“

(Spiegel-online vom 31.03.2013)

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Darmstädter Mephisto ist eine Frau

Eine wunderbare Möglichkeit der Abiturvorbereitung bietet derzeit das Staatstheater Darmstadt. Goethes Faust I wird dort in einer modernen Iszenierung geboten, die auch junge Leute ansprechen dürfte.

„Gabriele Drechsel spielt in Goethes „Faust“, […] im Staatstheater Darmstadt den Mephisto. Warum nicht, meint sie in einem Gespräch zusammen mit Uwe Zerwer, der die Titelpartie übernommen hat. Schließlich werde diese Rolle oft von Frauen gespielt, und das Prinzip, das Faust in Versuchung führt, sei ja vom Geschlecht ganz unabhängig.“

Das vollständige Interview mit Gabriele Drechsel (Mephisto) und Uwe Zerner (Faust) findet ihr hier.

Im „Darmstädter Echo“ erschien am Montag, den 16.02.2009 eine interessante Premierenkritik, die ihr hier nachlesen könnt.

Am besten macht ihr euch aber selbst ein Bild von der Inszenierung. Gespielt wird im Staatstheater Darmstadt, Kleines Haus, Georg-Büchner-Platz 1, Telefon 06151/ 2811-600 am:

21. Februar, 6. + 10. März 2009 jeweils um 19.30 Uhr
22. + 29. März 2009 jeweils um 18.00 Uhr
11. +17. April 2009 jeweils um 19.30 Uhr
19. April um 18.00 Uhr
23. + 29. April jeweils um 19.30 Uhr

Schüler erhalten 50% Ermäßigung beim Vorverkauf und an der Abendkasse.

Britischer Dramatiker Harold Pinter gestorben!

Für Theaterfreunde kam an Weihnachten eine traurige Nachricht aus Großbritannien: Am 24.12.2008 starb der britische Dramatiker und Nobelpreisträger Harold Pinter. Er wurde 78 Jahre alt.

Pinter wurde zunächst bekannt, indem er das Publikum verstörte. Seine teilweise absurden Theaterstücke provozierten die Zuschauer. Die Kritiker verrissen und lobten ihn. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen hatte er sehr großen Einfluss auf die Entwicklung des modernen britischen Theaters. Berühmt wurde er mit seinem Stück „The Caretaker“. Nachdem es einige Jahre ruhig um ihn geworden war, verhalf die Verleihung des Nobelpreises für Literatur 2005 seinen Stücken zu einer regelrechten Renaissance.

2006 stand er sogar noch einmal selbst auf der Bühne. Im Rollstuhl sitzend spielte er die Hauptrolle in Samuel Becketts Einakter „Das letzte Band“.

Was ihn unbequem machte, war sein immer stärker werdendes politisches Engagement zuletzt vor allem gegen den Irak-Krieg, George Bush und Tony Blair. Unter dem Eindruck des Irak-Kriegs verfasste er 2003 eine Sammlung von Anti-Kriegsgedichten unter dem Titel „War“.

Ähnlich wie bei Franz Kafka enstand im Laufe der Zeit aus seinem Namen ein Adjektiv zur Beschreibung seines typischen Stils: „pinteresk“.